Geschichte des AMH

Das AMH wurde im Jahr 1957 eröffnet. Zunächst wohnte hier der Hochschulpfarrer der KHG (heute: Katholisches Universitätszentrum Heidelberg) gemeinsam mit Studierenden aller Fachrichtungen. Männer und Frauen waren strikt nach Fluren getrennt und nach Eintreten der Sperrstunde durfte sich kein Besucher des anderen Geschlechts mehr auf dem Zimmer befinden. Diese strikten Regeln müssen, wie man den Erzählungen ehemaliger Bewohner*innen entnehmen kann, öfter mal für aufregende Minuten gesorgt haben!

Bezeichnend für das AMH war seine ganze Bestehenszeit hindurch jedoch dieses: Man wohnte nicht nur zusammen, sondern man lebte und erlebte gemeinsam. Dies zeigte sich durch die so genannten Tutorien, Tanzkurse, Andachtsgruppen, gemeinsam gestaltete Gottesdienste, gemeinsames Kochen oder Spielen, die legendären Barabende und vor allem die Höhepunkte: das Sommerfest, das traditionellen Wichteln in der Adventszeit und die Heimwochenenden.

Inzwischen und auch schon vor dem Umbau und der Renovierung 2005/2006 wohnt kein Priester mehr im Haus, sondern eine externe (soll heißen: nicht im Haus wohnende) Heimleitung hat die Organisation übernommen. Die Sperrstunde und die getrennten Flure existieren auch nicht mehr und das Haus hat jetzt Platz für mehr Bewohner*innen.

Aber eines ist geblieben: der gemeinschaftliche Geist des Hauses!